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Mittwoch, 18. November 2009

Langsam...

... bekommt das Schmy Muffensausen.
Aber immerhin, Husten und Schnupfen werden sogar schon besser und ich habe noch nicht einmal Durchfall vor Aufregung. Andererseits: so sicher bin ich mir da gerade gar nicht, nachdem das Essen, das Mariachi gestern kochte, heute an seinem dritten Brennpunkt angekommen ist, bezweifle ich, dass ich es merken würde...

Samstag, 7. November 2009

Man muss Bese ernster nehmen...

"Horror-Brinse" schissert ja schon seit Wochen wegen der Schweinegrippe rum. Albern. Dann: erste vorher gesunde Tote. Brinse schissert weiter, jetzt aber immerhin mit etwas mehr Berechtigung.
Ich chille jetzt im Bett und leide, muss ich an Schweinegrippe sterben? Der etwas eklige Blick, der sich bei Inspektion meiner Tonsillen bot, und die Tatsache, dass mein Hauptproblem Schmerzen beim Schlucken sind, stimmt mich zuversichtlich, dass ich Schweinegrippe und Tod noch mal "gerade so" von der Schippe gesprungen bin und einfach nur ne Mandelentzündung hab. Puh. Nerven tut's trotzdem, es ist doch so schön draußen, da will ich doch morgen Ultmate spielen... mir macht übertrieben rumleiden ja nicht halb so viel Spaß wie Brinse - aber wenn ich ehrlich bin: ganz so schlecht ist es auch nicht.

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Fremdwörter sind toll...

... aber nicht in Chirurgenhand.

"Über 95% der kongenitalen Vitien sind angeboren"

Sehr schön, liebe Duale Reihe Chirurgie...

Mittwoch, 2. September 2009

Dummheitsbeweise, Teil 7-10

Warum wundern sich Orthopäden eigentlich, dass man Witze über ihr intellektuelles Nulpentum macht? Vor allem, welch Arroganz, den Satz mit "d.h." einzuleiten!

Ursachen des Klumpfußes:

1. angeboren (nach der angeborenen Hüftgelenkverrenkung ist der Klumpfuß die häufigste angeborene Mißbildung, 1,2 % aller Geburten, d. h. auf 1200 Geburten ein Klumpfußkind);

Dienstag, 28. Juli 2009

infantile Freunden Teil 20063

es gibt eine Krankheit, die heißt NERD. Und welch Überraschung, man fühlt sich zum Kotzen, wenn man sie hat...

Freitag, 24. Juli 2009

wäre da nicht die Sache mit der kindlichen Freude...

... ich täte mich schon sehr langweilen! Die Sache mit dem Staatsexamen nervt. Ich freue mich für io über Symptome wie die Janeway-Lesions oder frage mich, wann Sean endlich einen Pseudohyperaldosteronismus durch Lakritzabusus (ja, sowas steht in unseren Büchern) bekommt (anm.: bei Gravidität ist Lakritze relativ kontraindiziert - die armen Heißhungrigen).
Mein Highlight der Woche bestand aus einem Besuch beim Landesprüfungsamt wo ich
1. nicht warten musste
2. ein falsch ausgefülltes Formular anerkannt bekam
3. kompetent (die Dame wusste, wie man mit Makros umgeht...) und freundlich behandelt wurde.
Das finde ich durchaus erwähnenswert (ja, mein Alltag ist langweilig...)
Ginge ich nicht täglich mindestens einmal mit Zimmä ins Freibad (denn wir scheuen Kälte und Regen nicht), ich hätte vermutlich keinerlei Bewegung mehr (an dieser Stelle könnte ich natürlich, wie andere Menschen das tun, Bilder von meinen Bauchmuskeln ins Netzt stellen, aber das habe ich nicht nötig und ich möchte den armen H nicht verunsichern).

Montag, 29. Juni 2009

Kardiologie für alle...

Manches möchte ich einfach nur mit euch teilen...

Samstag, 13. Juni 2009

Von Hippies lernen...

Entgegen meiner lieben Freunde, die sich in Horrorszenarien über Döneruniversen und Überlebensstrategien für den zukünftigen Zusammenbruch der Gesellschaft ergehen, möchte ich hier eine wirkliche Strategie zu Krisenbewältigung vorstellen: lernt von Hippies. Die haben sich jahrzehntelang in ein Paralleluniversum meditiert und mit Hasch und LSD auf großartige Weise verdrängt, welches Übel die Welt in sich birgt. Man muss nicht nach Indien fahren, um diese wundervollsten Hippieweisheiten in sich aufzunehmen, es reicht weiter aus, meinen Lieblingstee zu trinken, denn alles was man wissen muss, steht auf der Packungsbeilage. Heute werde ich euch drei wichtige Übungen zur Krisenbewältigung vorstellen: Affirmation, Feueratem und Bewusstwerdung.
aber was ist das, schummelt sich da ein Fehler in die heile-Hippie-Welt? was bedeutet:
Fragen sie ihren Arzt, ob diese Übung für sie geeignet ist

kein Problem, wir diskutieren dies mit Dr.Schmy

Wenn man das Internet nach der Frage, wie lang eine Zigarette das Leben verkürzt, durchforstet, kommt man im Schnitt auf 5-10min (wie alt wäre Helmut Schmitt ohne Zigaretten geworden: 280?). Sex verlängert das Leben wohl um ca. 7-15min. Eine lebensverlängernde Wirkung von Gurprasad ist wissenschaftlich nicht belegt worden, 30 min Übungszeit können damit gut und gerne als Lebenszeitverschwendung betrachtet werden. Auch wenn das alles sicherlich nicht zur höchsten Wissenschaft gereicht, empfiehlt Dr. Schmy: Eh sich beim Gurprasad ein Döner in die Handschale fallen lässt, lieber eine Zigarette rauchen, verschwendet nur 13 min des Lebens (3min Rauchzeit + 10 min Lebenszeit) und entspannt auch. Wenn die Situation es begünstigt, wäre Sex hingegen besser, da kann man 13 min rausholen (wenn man sich beeilt, schafft mans in 2 min und gewinnt 15 min) und hinterher ist man meist auch entspannter als vorher.


Vom Feueratem kann Dr. Schmy den meisten Menschen nur abraten. Bei hysterischen Kackbratzen ist die Gefahr der Hyperventilation einfach zu hoch - eine völlig sinnfreie Übung, da sie vornehmlich von hysterischen Kackbratzten durchgeführt wird. Die Übung ist ebenfalls ungeeignet für Astmatiker. Auch Übergewichtige sind gefährdet, wenn jemand z.B. wie Brinse, der etwa 17kg reine Muskelmasse unter der Bauchhaut mit sich trägt, den Bauch schnell stark einzieht, kann es zur Unterversorgung der inneren Organe mit Blut und als Folge zum Ileus kommen. Stellen wir uns einmal vor, Brinse würde bei dieser Übung die Kontrolle über seinen Bauch verlieren: das wäre sicherlich gefährlicher als das Atomprogramm des Iran. Desweiteren sollte man den in Berlin üblichen, überdurchschnittlichen, dönerbedingten Knoblauchkonsum bedenken. Stellt euch vor ihr sitzt in einem Raum mit 30 Menschen, die nach Dönergenuss den Feueratem praktizieren.

Dies ist meine Persönliche Lieblingsübung. Rheumatiker, die selber nicht merken, dass die Opposition im Daumengrundgelenk mit Ablage der Endphalanx auf das Hypothenar, schmerzhaft ist, sollte nicht ihren Arzt befragen, sonder sich angewöhnen, ihre Krankheit mehr zum Event zu erklären. Deutlich ungeeignet ist diese Übung also nur für Menschen, die einfach verdammt hässlich und dumm sind: wenn diese sich einreden, schön und toll zu sein und dann an einem Spiegel vorbeigehen, könnte es zu einer akuten psychischen Dekompensation kommen, die unbedingt zu vermeiden ist. Daher sollten natürlich gerade diese Menschen in der sie betreffenden Realität leben oder die Zerstörung aller Spiegel anstreben.

Samstag, 28. März 2009

geblitzdingst



Dr. Schmy hat gestern erstmals kardiovertiert. Nach dem ersten Blitz erstrahlte ein herrlicher Sinusrhythmus im EKG. Die Frau ist wie im Fernsehen tatsächlich ein paar cm nach oben geflogen, nachdem ich artig "alle weg vom Bett" gerufen habe...

PS
Es zeigen sich neue Probleme für Dr.Schmy - bekanntlich hat Dr.Schmy Miniaturhände. Nach meinen deutlichen Problemen bei der vaginalen und rektalen Untersuchung Muttermund bzw. Ampulle suffizient zu palpieren nun ein neuer Schock am Schockgerät:
Dr. Schmy kann die Schockknöpfe, die eigentlich mit den Daumen zu bedienen sind, nur mit Mühe mit den Zeigefinger erreichen. Sieht erstens blöde aus und ist an diesem Gerät mit völlig verkackter Handhaltung vermutlich auch nicht völlig ungefährlich für alle beteiligten.

Montag, 2. Februar 2009

Ly lässt schmunzeln

habe heute Assistenzatze anlässlich neuem Verdacht auf C.diff.-Infektion von meinen Fremdstuhl-Recherchen berichtet. Es wurde geschmunzelt.

Freitag, 30. Januar 2009

Medizin für Anfänger I: die enterale Fremd-Stuhl-Spende


Dr. Schmy treibt sich ja gerade auf der Gastroenterologie rum. Wo viele Menschen mit Darmerkrankungen sind, sind auch immer viele Menschen mit Durchfall und wo viel Durchfall ist, da sind zur Freude des Personals, das sich dann immer vermummen muss, auch häufig Clostridien. Meist handelt es sich um Clostridium difficile, ein an und für sich harmloses Bakterium, das in Frieden gekommen ist, unseren Darm zu besiedeln. Da haust es dann. Bombt jetzt der Onkel Doktor mit Antibiotika die Darmflora weg, überleben bei den meisten Antibiotika, die z.B. gegen Mandelentzündung gegeben werden, die anaerob wachsenden Bakterien des Darms, zu denen auch C.difficile gehört. Das Gleichgewicht des Darms ist gestört und C.difficile hat gewonnen.

Ein Assistenzarzt bei mir auf Station sagte, er habe gehört, die wirksamste Therapie gegen endogene Clostridieninfektionen sei die enterale Fremdstuhlspende. Wenn man das Medizinisch auf deutsch übersetzt heißt das:
Die wirksamste Therapie gegen eine Clostridieninfektion, die durch Clostridien entstanden ist, die schon im Darm waren (endogen heißt in diesem Fall: man hat sich quasi dadurch selbst angesteckt, dass ein Keim der immer da war, auf einmal in Darmfloranien geputscht hat und nun Diktator spielt) ist es, anderer Leute Kot zu essen bzw. sich anderer Leute Kot in den Po zu stecken.

Mh, ganz schön eklig, dachte sich Dr. Schmy. Und wie Funktioniert das? Kann man wie bei einer Blutbank eine Stuhlbank erstellen? Wie klingt das überhaupt - ist das jetzt Stuhl oder Bank (ja in meiner Familie ist der Flachwitz genetisch). Die Logik ist ja durchaus bestechend: kommt der Clostridiendiktator, weil die Konkurrenz - sprich die anderen Keime aus Darmfloranien - verschwunden ist mit seinem toxischen Durchfallterror durch, naja, dann muss man ihm halt wieder eine Rebellenmiliz aus Colibakterien und dem ganzen anderen Enterokokkengedöns entgegenstellen. Wenn die sich untereinander bekriegen lassen sie wenigstens den Besitzer des Darms in Ruhe. Und wo bekommt man die besser her, als aus der gesunden Flora eines anderen menschlichen Wesens? Vielleicht hatte mein guter alter Griechischlehrer doch recht, der etwa einmal pro Stunde sagte: "Millionen Fliegen können nicht irren, esst mehr scheiße". Die Natur bieten weitere gute Beispiele: da lecken sich doch vom Affen, über Hund bis Katze und Meerschweinchen alle gegenseitig zur Begrüßung am Po. Ich möchte hier Cahrlotte Roche kein Wasser auf die Mühlen ihrer Selbstdarstellung gießen, aber die Viehcher werden schon wissen warum. Entscheidende Fragen des geneigten Lesers sind sicherlich das wie und obs hilft:

Was sich auf der Homepage des 1.FC Magdeburg findet...
„Ja, wir wollen den Wettstreit zwischen den Fanclubs des 1. FCM und des SCM unterstützen“, sagte Uwe Deh, Vorstand der AOK Sachsen-Anhalt, und legte sich auch selbst bereitwillig auf den Spenderstuhl, um einen halben Liter Blut für die große Sache zu spenden

... hat sicherlich nichts damit zu tun, obwohl die Vorstellung hübsch ist, wie der Uwe da auf einem wohlig durftenden Haufen Spenderstuhl liegt.

Wikipedia (de) drückt sich ein bissel um das wie:
Die Gabe von Keimen der normalen Darmflora in hohen Dosen kann eine Neubesiedelung mit C. difficile zusätzlich verhindern helfen

Tja, heißt das jetzt Scheiße fressen oder nicht Scheiße fressen?

Das deutschsprachige Netz schweigt sich aus zu diesem Thema, da habe ich doch nicht etwa ein Tabu angesprochen? Aber nein, auf der Homepage von Hans Höting, der sich selbst "Heilpraktiker und Schriftsteller" nennt (Anm. für all diejenigen unter euch, die total auf Heilpraktiker stehen sei an dieser Stelle gesagt: Heilpraktiker darf sich eigentlich jeder nennen, der will), bespricht er das Thema ausgiebig. Ein mutiger Mann. Er beschäftigt sich leider primär mit der enteralen Eigen-Stuhl-Therapie. Aber ich bin der Fremd-Stuhl-Spende schon näher.

Eigen-Stuhl-Therapie

Äußerliche und innerliche Anwendung von Stuhl als Medikament ist seit Jahrtausenden Bestandteil weltweiter Naturheilkunde. Wir setzen in unserer Praxis die in Kliniken der USA allgemein übliche und seit vielen Jahren erfolgreiche Vorgehensweise ein. In den USA werden neuerdings auch Störungen durch chronische Darmerkrankungen erfolgreich mit Fremdstuhl-Klistieren behandelt.

Die innerliche Verabreichung über Mund/Magen erfolgt problemlos mit in Oblaten eingewickeltem Stuhl oder per Verabreichung über Klistier (Anm.: so ne Art Kurzeinlauf). Die äußerliche Anwendung erfolgt tolerierbar über Mischpräparat aus Eigenstuhl plus Heilerde und geruchsneutralisierenden Pflanzenextrakten. In Kliniken wird heute Stuhl gesunder Menschen Patienten mit chronischen Darmerkrankungen per Klistier zugeführt. Darmentzündungen, Blähbauch, gestörtes Darmmilieu, Darmpilzbefall, Schwäche der Verdauungsdrüsen, blockiertes Abwehrsystem, Schwäche von Organ und vor allem der Schleimhaut, werden so reguliert.


Die Eigenstuhlbehandlung scheint deutlich beliebter, als die mit Fremdstuhl. So gibt es zum Beispiel auch die Seite http://www.eigenstuhl.de/, deren profesionelles Layout Hinweise auf die modernen Methoden der Therapeuten gibt.
Die Methodik ist einfach, der Patient wird an Bauch und Rücken etwa 5cm dick mit seiner eigenen Sch**** eingeschmiert(Anm: da muss man ja wohl einige Zeit sammeln bis man solche Mengen zusammen hat), die mit feuchten Tüchern für ca. eine Stunde vor dem Austrocknen bewart wird. Wenn man das nur oft genug wiederholt verbessert sich angeblich Konzentrationsfähigkeit, Wohlbefinden und man fühle sich frischer und sei den Herausforderungen von Beruf und Familie besser gewachsen.
Ich glaube es gibt Dinge, die ich nicht ausprobieren muss. Es ist immerwieder faszinierend, womit manche Leute Geld verdienen. Wozu studiere ich eigentlich 6 Jahre, wenn ich einfach Leute mit ihrer eigenen Ka**e mumifizieren könnte?
Aber wir sind der enteralen Fremdstuhlspende noch nicht direkt auf den Fersen.

Abhilfe verschaffen die Österreicher, denn die mögen bekanntlich alles, was braun ist.
Wiederherstellung der Darmflora mit Spenderstuhl

Bei Patienten mit häufig rekurrierender CDAD (Anm.: Clostridium difficile assoziierte Erkrankung) soll durch die Verabreichung von bei gesunden Menschen gewonnenem Spenderstuhl eine normale Stuhlflora und damit die Elimination von C. difficile erreicht werden. Es ist bisher die Verabreichung von frischem, mit Kochsalzlösung verflüssigtem Stuhl rektal mittels Einlauf, endoskopisch (Anm.: mit Schlauch durch den Po) ins Kolon (Anm: = Dickdarm) /terminale Ileum (Anm. = letztes Stück vom Dünndarm, bevor der in den Dickdarm mündet) oder mittels Nasogastralsonde (Anm = Magensonde, Schlauch durch Nase in den Magen, dann muss man immerhin den Stuhl nicht kauen... Hans Höting hat ja Oblaten empfohlen) in den Magen beschrieben. Bei letzterer Untersuchung erhielten 18 Patienten nach dem 3. Rezidiv einer CDAD filtrierten Fremdstuhl über eine nasogatrale Sonde, wobei ein Patient an einer Peritonitis (Anm: Bauchfellentzündung. Sehr schmerzhaft), ein anderer Patient an einer Pneumonie (Anm: Lungenentzündung, auch nicht so schön)verstarb [Aas 2003]. Die Stuhlapplikation über die Nasogastralsonde ist daher abzulehnen. Die rektale oder endoskopische Stuhlapplikationen war bei den wenigen beschriebenen Patienten erfolgreich [Schwan 1984, Tvede 1989].
Diese sehr experimentelle Therapie sollte für „auswegslose Fälle“ vorbehalten bleiben [Surawicz 2004, Miller 2007].


Dank der Österreicher weiß ich nun schon mal, wer zu diesem Thema publiziert hat. Da ich leider keinen PubMed-Zugang von zu Hause aus habe und zu faul bin, so einen Scheiß (im wahrsten Sinne des Wortes) extra in der Uni zu recherchieren, komme ich leider nicht an mehr als die Abstracts der Arbeiten, aber die sind schon aufschlussreich genug. So finde ich dann wenigstens einige der englischen Schlagwörter zu diesem schönen Thema: Fecal bacteriotherapy hat einen eigenen Wikipedia englisch Eintrag, auch die Canadier sind nicht schüchtern und beschreiben in einem tollen Artikel mit dem Titel "Don't poo-poo technique: Fecal transplant can cure superbug, doctors say" die Vorteile der Clostridientherapie mit der Fremdstuhlspende.

Also was lernt uns Dr.Schmy: die enterale Fremdstuhlspende ist zwar eine Therapieoption, aber sicherlich nicht die unkomplizierteste. Der Spender sollte sorgfältig ausgewählt sein und der Stuhl muss über komplizierte Verfahren aufgearbeitet werden. Große Studien fehlen bisher (insgesamt konnte ich weniger als 20 kleinere Studien und Fallberichte und ein Review aller dieser kleinen Artikel finden. Am liebsten beschäftigen sich mit diesem Thema übrigens Australier, Finnen und Italiener - klar, die müssen da ja auch nur ein bissel im Po fischen), aber der Erfolg bei gut gewählter Technik scheint vorhanden. Wenn schon enterale Stuhlspende, scheint die rektale - also durch den Po - Verabreichung der durch den Magen vorzuziehen, denn 2 Tote auf 18 Testpersonen sind immerhin 11% Letalitätsrisiko, heißt mehr als jeder zehte stirbt daran (Naja, habe keine randomisierten controllierten klinischen Studien gefunden, und die Patienten waren schon Therapieversager bei allen anderen Optionen).
Hat der Assistenzarzt wohl nur halb gelogen... Aber bei aktueller Studienlage, rät Dr.Schmy vorerst noch von der enteralen Fremdstuhlspende ab (vor allem von der nasogastralen), zumindest bis die Technik ausgereifter ist und die Ergebnisse (vermutlich über 90%ige Heilung von Clostridien durch Fremdstuhlspende) von einer randomisierten kontrollierten Studie bewiesen wurden.

P.s. Und wer jetzt glaubt ich bin eklig: nein das bin ich nicht. Ich wollte diese Aussage nur nicht stehen lassen, ohne sie mal nachrecherchiert zu haben. Dass ich den geneigten Leser daran Teilhaben lassen möchte, ist doch normal.

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Es gibt einfach viel zu viel Ekliges und Absurdes, als dass man es dem Medizinstudent alleine überlassen könnte. Ich möchte daher an dieser Stelle die Blogeintragskategorie "Medizin für Anfänger" beginnen, in der ich das Ekligste oder Absurdeste mit euch teilen möchte. Liebe Mediziner: falls ihr noch Hinweise habt, was es Wissenschaftlich zu recherchieren gibt, immer her damit.

Und an alle nicht Mediziner: falls es irgendwas gibt, was ihr schon immer wissen wolltet, schickt einfach eure Frage an Dr. Schmy.