Posts mit dem Label albern werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label albern werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 9. April 2010

Woran merkt man, dass man in Mitte arbeitet?

Nein, es sind nicht die ganzen "coolen" Typen, die einem in der Bahn die Laune verderben, denn:
1. sind die noch gar nicht wach, wenn ich zur Arbeit fahre (und die noch wach sind, halten meist artig die Fr****)
2. lernt man die paar albern aussehenden Gestalten, die (wahrscheinlich vor ihren Freunden diesen Fakt verheimlichend) doch Frühaufsteher sind, mithilfe von Kopfhörern, Kaffee und Buch gut zu ignorieren.

Es sind vielmehr alberne Begebenheiten wie diese:
Man wird, um ein Foto für die Institutshomepage zu machen, zum Hackeschen in ein kleines, äußerst schickes Fotostudio geschickt. Die Fotografen sind freundlich, mitte-mäßig gekleidet - hübscher Rock (der gebügelt noch hübscher wäre) zu Stiefeln, oder er in furchbaren Nike-airs mit Karottenhose und unangenehm auffälliger Brille zu schlecht gestyltem Bart - und bieten einem sofort einen frischen Bohnenkaffee aus dem Kaffeevollautomaten in Buttler's Tassen und das Du gleich mit an - schließlich sind wir ja alle hip und mitte(lmäßig). Die Mappen voller Fotos, die ich während der Wartezeit betrachte, sind aber wirklich brillant (das gebe ich bei meiner kleinen Lästeraktion gegen die jungen Kreativen nur ungern zu: die waren wirklich richtig gut...). Eigentlich innerlich gelacht habe ich ja auch nicht über die Fotografen, die wirklich klasse waren, sondern über das mitte(lmäßige) drum rum. Dann öffnet sich die Tür und die Incarnation von Mittelmäßigkeit tritt ein: eine Mittdreißigerin, die den Rest ihres Lebens als reiche 21-jährige verbringen wollte, im knallroten Mantel, mit knallrotem Lippenstift und einer Uma-Gedenkfrisur... nur leider ohne Uma-Gedenkfigur. An der Leine führte sie einen kleinen, schwarzen Baby-Mops im roten Geschirr, den sie für ca. 180 € eine Stunde fotografieren lassen wollte (zuzüglich der Kosten für gewählte Abzüge), am besten auf seinem Kuschelhasen schlafend, das sei so niedlich. Der Mops hieß Quentin Tarrantino, ich war in Mitte, auch ich bin ein Mops.

Dienstag, 2. März 2010

Toll!

ich bin ja ein totaler Fan davon, morgens in der Bahn BZ Schlagzeilen zu lesen. So ein Highlight gab es lange nicht:



Kann man wirklich Geld damit verdienen, über sowas zu schreiben? Unglaublich!

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Verschreiber der Woche

Google weiß wirklich alles, guckt wonach man sucht und schenkt einem dann die passende Werbung... Die verzapfende Werbeagentur würde ich für meine Belange nicht einstellen, aber erheitert hat es mich doch. Ich bin auch, ehrlich gesagt, momentan recht schwer getroffen.



Ps: ja ich spiele Farmville, Kommentare hierzu nicht erwünscht (außerdem schränkt Farmville meine Berufsfähigkeit stark ein)

Dienstag, 29. September 2009

Donnerstag, 2. Juli 2009

funny engrish fail

Manchmal fragt man sich ja, was wohl auf all diesen T-Shirt's mit chinesischen Schriftzeichen steht... ob Asiaten sich das auch manchmal fragen, wenn sie was mit unseren Schriftzeichen kaufen?

fail owned pwned pictures
see more Fail Blog

Ich glaube nicht. Ob die sich wohl gegenseitig mit "mein süßer kleiner P***s" ansprechen

Mittwoch, 1. Juli 2009

Mittwoch, 17. Juni 2009

toll, der Troll

Manche Menschen haben einfach mehr Humor bezüglich ihrer unansehnlichen Körperstellen als ich...


Samstag, 13. Juni 2009

Von Hippies lernen...

Entgegen meiner lieben Freunde, die sich in Horrorszenarien über Döneruniversen und Überlebensstrategien für den zukünftigen Zusammenbruch der Gesellschaft ergehen, möchte ich hier eine wirkliche Strategie zu Krisenbewältigung vorstellen: lernt von Hippies. Die haben sich jahrzehntelang in ein Paralleluniversum meditiert und mit Hasch und LSD auf großartige Weise verdrängt, welches Übel die Welt in sich birgt. Man muss nicht nach Indien fahren, um diese wundervollsten Hippieweisheiten in sich aufzunehmen, es reicht weiter aus, meinen Lieblingstee zu trinken, denn alles was man wissen muss, steht auf der Packungsbeilage. Heute werde ich euch drei wichtige Übungen zur Krisenbewältigung vorstellen: Affirmation, Feueratem und Bewusstwerdung.
aber was ist das, schummelt sich da ein Fehler in die heile-Hippie-Welt? was bedeutet:
Fragen sie ihren Arzt, ob diese Übung für sie geeignet ist

kein Problem, wir diskutieren dies mit Dr.Schmy

Wenn man das Internet nach der Frage, wie lang eine Zigarette das Leben verkürzt, durchforstet, kommt man im Schnitt auf 5-10min (wie alt wäre Helmut Schmitt ohne Zigaretten geworden: 280?). Sex verlängert das Leben wohl um ca. 7-15min. Eine lebensverlängernde Wirkung von Gurprasad ist wissenschaftlich nicht belegt worden, 30 min Übungszeit können damit gut und gerne als Lebenszeitverschwendung betrachtet werden. Auch wenn das alles sicherlich nicht zur höchsten Wissenschaft gereicht, empfiehlt Dr. Schmy: Eh sich beim Gurprasad ein Döner in die Handschale fallen lässt, lieber eine Zigarette rauchen, verschwendet nur 13 min des Lebens (3min Rauchzeit + 10 min Lebenszeit) und entspannt auch. Wenn die Situation es begünstigt, wäre Sex hingegen besser, da kann man 13 min rausholen (wenn man sich beeilt, schafft mans in 2 min und gewinnt 15 min) und hinterher ist man meist auch entspannter als vorher.


Vom Feueratem kann Dr. Schmy den meisten Menschen nur abraten. Bei hysterischen Kackbratzen ist die Gefahr der Hyperventilation einfach zu hoch - eine völlig sinnfreie Übung, da sie vornehmlich von hysterischen Kackbratzten durchgeführt wird. Die Übung ist ebenfalls ungeeignet für Astmatiker. Auch Übergewichtige sind gefährdet, wenn jemand z.B. wie Brinse, der etwa 17kg reine Muskelmasse unter der Bauchhaut mit sich trägt, den Bauch schnell stark einzieht, kann es zur Unterversorgung der inneren Organe mit Blut und als Folge zum Ileus kommen. Stellen wir uns einmal vor, Brinse würde bei dieser Übung die Kontrolle über seinen Bauch verlieren: das wäre sicherlich gefährlicher als das Atomprogramm des Iran. Desweiteren sollte man den in Berlin üblichen, überdurchschnittlichen, dönerbedingten Knoblauchkonsum bedenken. Stellt euch vor ihr sitzt in einem Raum mit 30 Menschen, die nach Dönergenuss den Feueratem praktizieren.

Dies ist meine Persönliche Lieblingsübung. Rheumatiker, die selber nicht merken, dass die Opposition im Daumengrundgelenk mit Ablage der Endphalanx auf das Hypothenar, schmerzhaft ist, sollte nicht ihren Arzt befragen, sonder sich angewöhnen, ihre Krankheit mehr zum Event zu erklären. Deutlich ungeeignet ist diese Übung also nur für Menschen, die einfach verdammt hässlich und dumm sind: wenn diese sich einreden, schön und toll zu sein und dann an einem Spiegel vorbeigehen, könnte es zu einer akuten psychischen Dekompensation kommen, die unbedingt zu vermeiden ist. Daher sollten natürlich gerade diese Menschen in der sie betreffenden Realität leben oder die Zerstörung aller Spiegel anstreben.

Sonntag, 19. April 2009

Prinzessin Schmy

Ich habe ja immer diese verrückten Nudeln in meinem Freundeskreis. Da kauft sich doch eine einen blinkenden, dudelnden, rosaroten Feenzauberstab. Der gehört ja entsprechend gewürdigt. Da sich eben diese Dame zu einer Faschingsparty vor ca. 4 Jahren schon ein wunderschönes, rosarotes Prinzessinnenkleid kaufte, das seitdem im Schranke schmorte, eignet sich das bestandenes StEx für eine wundervolle Symbiose: eine Prinzessinnen-Party. Die Gastgeberin konnte so als Feenprinzessin bling-bling machen und alle anderen zwingen, sich als Prinzessin zu verbreiten. Ich habe nun das Prinzip Karneval verstanden: man muss Männer in Frauenkleider stecken und schon sind sie völlig enthemmt:
hier Prinzessin Schmy und Prinzessin Stariachi

die Prinzessin von Takatuka-Land, mit Feen-Prinzessin und Prinzessin Schmy

die Prinzessin mit den Armen, die mal Beine werden sollten

Pricess Superstar mit Prinzess Bein-Arm :)

Prinzessin Sherezade (oder wie auch immer man das schreibt...)

Die wirklich harten, völlig enthemmten Bilder erspar ich euch mal (wenn ihr wüsstet, was die Herren für Freude an ihren künstlichen Brüsten hatten!)

Donnerstag, 9. April 2009

Nachtrag für Äitsch

zum Thema Haftpflicht muss man noch sagen, dass andere Versicherungsvergleicher auch diese Kategorie einbeziehen:
Arbeitsmaschinen (z.B. Rasenmäher) und Krankenfahrstühle mit und ohne Motor ohne Zulassungspflicht


das erinnerte mich irgendwie an Äitschs Geschichten vom kleinen Weidemann über andere Fahrzeuge bis hin zum großen Weidemann...

Dabei ist nach wie vor die Geschichte des großen Weidemanns eine der genialsten Episoden von knapp vorbei die ich je gehört habe... aber naja, is ja nicht mehr viel mit Chillen und Schuften... wenn man Äitschens Block heutzutage liest, denkt man, er sei Ernährungswissenschaftler, statt ein guter Bauer. Ich glaube, dass ist seine Taktim um mich und all die anderen Fetten dieser Welt zu beleidigen.

Montag, 9. März 2009

Erinnerungen an daheim aus der Ferne...

lieber Freund, leider hab ich vergessen, die Wæsche zu sortieren, bevor ich geflogen bin, weil ich von dir so schøn das asseln gelernt habe. Daher an dieser Stelle:
bitte mach nichts kaputt...

fail-owned-laundry-fail
see more pwn and owned pictures

Fuer io

hm, hast du eine neue Geschåftsidee gehabt?

Freitag, 20. Februar 2009

Lecker

Dachte ich koche morgen asiatisch für die Geschwister... schade, dass die Schwester vegetarisch isst



hm, irgendwie kann ich das nicht hinkriegen, dass man "deep fired German pork" lesen kann... schade

Mittwoch, 18. Februar 2009

Ly ist Trendsetter

ich bin also nicht die Einzige, die vor diesem GEbäude völlig sprachlos stehen blieb:
engris-funny-africa-sex
see funny english mistakes

Das Orginal vom Ly:

Samstag, 14. Februar 2009

Skandal: Steglitz ein Entwicklungsland?

Neulich um 6:15 stand ich wie in eine Sardinenbüchse gequetscht im Bus 285 in Steglitz. Es war nicht das erste mal, dass ich mich in diesem Bus unangenehmer bedrängt gefühlt habe, als es je ein Punkkonzert schaffen könnte. Mit meinem Rücken an die Frontscheibe (ja, nicht jeder Busfahrer besteht darauf, dass die Fahrerplattform frei bleibt) gequetscht, wurde mir plötzlich einiges klar.

Hypothese: Steglitz ist ein Entwicklungsland
Methodik: Selbstversuch + Nachdenken
Ergebnisse:
1: M85 oder 285 fahren unterscheidet sich nicht deutlich vom Matatu Fahren in Uganda oder vom Überlandbus Fahren in allen asiatischen Ländern, die ich bisher bereiste. Klar, man muss statt mit einem Sack lebender Frösche, auf die man treten könnte, eher auf Fiffi aufpassen, aber das Gefühl ist das gleiche. Zudem steht man dicht gedrängt in schlechter Luft und der Fahrer versucht vergeblich die versäumte Zeit wieder aufzuholen.

2: Die Infrastruktur ist schlecht. Wer nicht zu den wenigen Wohlhabenden gehört, die sich ein Auto leisten können, hat Pech, denn das öffentliche Nahverkehrsnetz ist wirklich bescheiden.

3: Die quasi im Busch gelegenen Landkliniken von Steglitz sind deutlich schlechter als die Kliniken im Stadtzentrum Berlins. In Uganda hat eigentlich nur der auf dem Land gearbeitet, der in der Stadt keinen Job bekommen hat. Ich möchte hier keine traurigen Parallelen ziehen.

4: In den Villengegenden in den Randgebieten von Steglitz wohnen vornehmlich Weiße.

5: Und das, obwohl Steglitz wird von einem Schwarzen regiert.

6: Überhaupt herrscht Armut in Steglitz. Viele Villenbesitzer können sich heutzutage keinen zweiten Jaguar mehr leisten - und da denkt der Rest der Welt nur an die hungernden Kinder in Afrika. Schlimm.

7: Wenn man Wikipedia glauben schenken darf, waren auch früher die Wahlberechtigten Weißen von Steglitz eher rechtskonservativ.
Steglitz war der Berliner Bezirk, der bei der Reichstagswahl 1933 von allen Berlinern Bezirken die höchste Zustimmung für die Nationalsozialisten zeigte.
Seinerzeitige Stimmverteilung:
* 45,0 % NSDAP
* 19,3 % Kampffront Schwarz-Weiß-Rot
* 13,9 % SPD
* 10,5 % KPD
* 05,0 % Zentrumspartei
wer im Bus gut hinhört, merkt, dass sich daran bis heute nicht viel verändert hat. Wenn auch subtiler und hinter vorgehaltener Hand. Ein eindeutiges Zeichen dafür, dass die Appartheit in Steglitz immernoch zelebriert wird.

8: Dass es in der von mir viel gepriesenen Berliner K-Statistik relativ gut für Steglitz aussieht, kann nur eines heißen: die lokale Polizei ist ebenso korrupt wie die Jungs an der grenze zu Laos, die mir gegen ein paar Dollar nen Stempel in den Pass geklatscht haben und mich über eine eigentlich geschlossene Grenze haben passieren lassen. Vermutlich ist also auch die Mafia bereits in Steglitz angekommen. Meine persönlichen Erfahrungen (die sicherlich über jede Statistik erhaben sind) lassen mich vermuten, dass hier ordentlich bei der K-Statistik beschissen wurde, denn die Kriminalität wurde vermutlich in Steglitz erfunden.

9: Man muss nur mal nachts U9 fahren, dann wird einem schnell klar: schickes Heese Gymmi hin oder her - mit der Schulbildung kann es nicht weit her sein in Steglitz. Vermutlich ist etwa jeder 3. hier Analphabet, zumindest sekundärer, das jedenfalls ist der Eindruck, den es bei mir hinterließ, als ich die Bengels und Rotzgören (man könnte fast meinen es habe sich um die Art der gemeinen Jungfrauschlampe gehandelt)dabei mitanhörte (bei der schlechten Gesundheitsfürsorge in Steglitz, scheinen auch die Jugendlichen schon stark Gehör geschädigt zu sein - einen anderen offensichtlichen Grund für das Gebrüll gibt es nicht) wie sie sich gegenseitig ihre SMS vorgelesten.

Für mich steht nun fest: Steglitz sollte als developing country bei der UN aufgenommen werden oder zumindest Geld aus dem Länderfinanzausgleich erhalten, damit es seine bürokratischen Apparate noch etwas aufblähen kann. Es wird ein langer Weg für Steglitz, Bildungsmisere, Armut, Kriminalität, Korruption und soziale Ungleichheit zu bekämpfen. Auch bei der Errichtung einer gescheiten Infrastruktur für Verkehr und Gesundheit (Anm.: auf die Idee, ein Universitätsklinikum fern ab des öffentlichen Nahverkehrs zu errichten, konnten auch nur die Automobil verrückten Amerikaner kommen. Das lehrt uns Nachhaltigkeit: bei nachhaltiger Entwicklungshilfe sollten die errichteten Einrichtungen so erbaut werden, dass sie auch von der Bevölkerung vor Ort betrieben werden können.) braucht Steglitz dringend Hilfe.
Wer jetzt in guter, alter, idealisierter Weltenbummlermanier von mir hören möchte: "naja, politisch und infrastrukturell ist da einiges im Argen - aber die Leute... die Leute sind so nett und offenherzig..."
Tut mir leid, liebe Steglitzer, da müsst ihr euch in Zukunft wohl etwas mehr Mühe geben.

Jetzt geh ich mal ins Bett, um dann morgen früh wieder nach Steglitz zu zuckeln... bin mir jetzt schon sicher, dass insbesondere die Busfahrt mir den Tag versüßen wird.

juhuuuuuuuuh - ich bin nicht alleine!

io hat freundlicherweise bewiesen, dass ich nicht die einzige bin, die sich leidenschaftlich über Waldörfler lustig macht. Ist ja nicht böse gemeint, aber manchmal kann ich mir einfach nur an den Kopf fassen.
Taugt definitiv zum neuen Lieblingspartyohrwurm von Zimmäh - ich würde mal sagen, die Zeiten des Partylöwen sind gezählt.

Samstag, 7. Februar 2009

Ayurveda sei Dank, der Tag ist bereits im Eimer...

Nach Aufguss meines Frühstückstees bemerkte ich zum ersten mal, dass die Etiketten der ayurvedischen Gewürzteemischungen der Marke YogiTee (Yogi Bhanjan's - Original Yogi Tea) kleine Botschaften enthalten - vermutlich eine Eso-Variante des Glückskeks.
Die Sichtung der Botschaften des heutigen Tages lässt eigentlich nur zwei Interpretationsmöglichkeiten zu:



a)diese Botschaften funktionieren wie ein einarmiger Bandit und ich werde daher heute weder mein Geburtsrecht auf Glücklichsein einfordern können, noch wird mein Geist vorbeikommen, um mit mir ein Bierchen zu zwitschern oder

b)die ayurvedischen Weisheiten sind nicht so vielfältig wie Millionen Esos denken

beide Möglichkeiten machen mich nachdenklich und traurig. Dies kann also kein guter Tag mehr werden, wollte mich nämlich eigentlich heute bei meinem Geist einschleimen, damit ich heute endlich mein blödes Referat fertig kriege und nicht auch morgen noch mit schlechtem Gewissen rumrenne. Meditation ist jetzt keine Option mehr, fand die Botschaften zu penetrant.

Für die unter euch, die sich mit Ayurveda etwas besser auskennen als ich (mir war klar, dass ich von dem Zeug die Finger lasse, seit mir glaubhaft versichert wurde, dass zu jeder ayuvedischen Behandlung, die wirklich was taugt, der hohe Schwenkeinlauf gehört), was bitte bedeuten diese Hinweise auf den Packungen:

Ayurvedische Info: V-P+K-
(steht auf der Packung von "Sweet Chilli - Mexican Spice, Ayurvedische Kräuter- und Gewürzteemischung" über einem Zitat von Augustinus "Oh, ihr Menschen, lernt zu tanzen, sonst wissen die Engel nichts mit euch anzufangen.")
und
Ayurvedische Info: V-PoKo
(steht auf der Packung von "Sweet Chai - Ayurvedische Gewürzteemischung" über einem Zitat von Christian Morgenstern "Ganze Weltalter von Liebe werden notwendig, um Tieren ihre Dienste an uns zu vergelten")

Fand diesen Tee (übrigens außerdem mit Bio-Gütesiegel und dem ausdrücklichen Hinweis, dass man ihn statt mit Milch auch mit Soja-Milch oder Milchersatz trinken kann) bisher einfach nur lecker, bin mir aber jetzt nicht mehr sicher, ob ich ihn weiter konsumieren kann, ohne plötzlich den Drang zu verspüren, jeden Baum zu umarmen, der mir unterkommt. Bei der Tretminendichte in unserer Staße wäre das eine kleine Katastrophe.

Dienstag, 23. September 2008

weitere schöne Städte...

in meiner etwas infantilen Art konnte ich mich für den Link von "Städten mit witzigen Namen" den mir Annie in Antwort auf den Kothen-Post geschrieben hat deutlich erfreuen. Städte, in denen sicherlich nicht nur Golem Ehrenbürger werden möchte sind sicherlich auch:

Man beachte die traurige Geschichte des Ortsschild von Fucking in Oberösterreich. Spricht nicht mein Cousin immer so gerne von "Fucking-Wilmersdorf"... Nun ja, ich komm' aus Fuckin' Fucking ist da noch trauriger. Die armen 91 Einwohner von Fucking müssen also permanent für ihr Ortsschild aufkommen. Ähnliches gilt wohl für Drogen in Thüringen, aber das hat immerhin fast doppelt so viele Einwohner, da ist das pro Kopf aufgebot für das Stadtschild etwas geringer. Ganz weit vorne sind sicherlich auch Untergail und Obergail in Kärnten, Poppendorf in der Steiermark, Rammelhof und Unterstinkenbrunn in Niederösterreich, Kissing im schwäbischen Landkreis Aichach-Friedberg (Bayern)und lieg - und immerhin auch Petting liegt in Bayern.
Doch nach wie vor, nichts topt Kothen und Pissen.

Sonntag, 10. August 2008

Lieber Leser aus Kothen...

... Google Analytics sei Dank konnte ich sehen, dass du mich aus Kothen zumindest einmal angeklickt hast. Bitte verrate mir doch: was geht in Kothen, einer kleinen Stadt mit einem solch herrlichen Namen?

Donnerstag, 19. Juni 2008

Gott vs Aberglaube

Zuallererst muss ich mich bei vielen Freunden und Bekannten für die Verseumnisse entschuldigen, die mir in den letzten Wochen unterlaufen sind. Es tut mir leid, dass ihr meinetwegen um den Einzug der deutschen Fussballnationalmannschaft ins Viertelfinale zittern musstet. Das ganze Elend ist eng verknüpft mit meiner sehr speziellen Beziehung zu Lukas Podolski. Alles begann mit einer Packung Chips im Traumsommer 2006, aus der ein befreundeter Schluchtenscheißer eine Plakette mit Lukas zog. Mit einem Grinsen, das seine ganze Verachtung für das deutsche Team ausdrückte, die zugegebener Maßen keine sonderlich schöne Vorbereitung zur WM 06 gespielt hatten, überreichte er mir eben jenes Bild. Aus Jux klebte ich es an meinen Fernseher und gab dem Götzenbild von Lukas P. (23) einen Kuss. Von da an begann der Siegeszug der deutschen Mannschaft bei der EM. Nachdem eben jener spöttische Schluchtenscheißer in einem Anflug von Größenwahn gegen den Tourbus der DFB-Elf gepinkelt hatte (zuvor hatte er versucht, sich als "Kniespezialist für Herrn Ballack" als wiener Arzt ins Hotel der Mannschaft einzuschleichen und war kläglich an den schmunzelnden Türstehern gescheitert), war die Elf wie ausgewechselt. Ein Sommermärchen begann - bis ich am 4.Juli 2006 in meiner Euphorie aus dem Haus ging, ohne vor dem Abbild von Lukas P. niederzuknien und es vollzusabbern. Über das Elend in den Minuten 119 und 120, mit dem eine ganze Nation durch mein Verseumnis bestraft wurde, vermag ich kaum zu sprechen. Dass ich diesen Fehler vor dem Spiel um Platz drei nicht erneut beging, ist sicherlich nur ein schwacher Trost, für ca. 80 Mio. Menschen, die am 4. Juli 2006 kurz vor einem akuten Myokardinfarkt standen.

Nun hat dieser Post den Titel Gott vs Aberglaube und nicht "das Ly und Lukas", aber ich hielt diese Einleitung für nötig um mich nun meinem Eigentlichen Thema zu widmen.
All diese Mannschaften, sie alle haben ihre Marotten. Die einen kommen auf die abstruse Idee Xavier Naidoo in der Kabine zu hören, die anderen bekreuzigen sich, bevor sie aufs Spielfeld rennen. Den Katholen Europas hat es nicht geholfen.
Im Spiel gegeb Polen war er gleich zu sehen: der gute alte WM2006-Rhythmus der Deutschen. Da half auch der himmlische Beistand nix - ich hab ja Herrn Lukas P. geküsst. 1:0 für Aberglauben. Die Kroaten flehen zwar nicht ganz so oft zum Himmel, aber was ist denn da passiert? Das Ly hat einfach sein Küsschen vergessen. Die Deutschen Fans sind enttäuscht. Aberglaube und Gott stehen sich nun untentschieden gegenüber in einem ausgeglichenen Spiel. Eine kleine Kuriosität im Spiel Österreich Deutschland sorgt für neue Spannung. Nach einer souveränen Darbietung von Aberglaube bei der FIFA-WM 2006 steht Gott klar in der Aussenseiterrolle. Die Österreicher geben das mit dem Bekreuzigen dennoch nicht auf. Es scheint zu helfen, denn das Ly wird zunehmend fahrlässig: wieder hat es vergessen, seine Lippen für Herrn P. zu schürzen. Die Erlösung fällt erst in der zweiten Halbzeit, als von der Trainerbank die Nachricht kommt, eine schöne junge Dame, die bisher noch nicht ins Spielgeschehen eingegriffen hat, habe dem Götzenbild vier Küsse zukommen lassen. Sicher, noch ungeübt und die Routine fehlt nach der langen Zeit auf der Bank und auch die Chancenverwertung lässt zu wünschen übrig (Immerhin brauchte Frau F. nach dem Einwechseln vier Versuche). Dennoch, es steht nun 2:1 für Aberglaube.
Die alles entscheidende Phase beginnt. Ly macht sich zum Kuss bereit uuuuuuuuuuuuuund trifft Herrn Podolski mitten auf der Stirn. Aberglaube ist im Halbfinale!